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press - Januar2003 (wem das hier zu lang ist, um es am Bildschirm zu lesen, dem oder der empfehlen wir, es mit dem "Drucken"-Button des Browsers auszudrucken und in Ruhe in der Sonne (falls ihr eine findet) im Garten zu lesen, oder ihr kauft euch das Heft, dann gibt's auch schöne Bilder dazu. Das Heft könnt ihr dann natürlich auch in der Sonne im Garten lesen) |
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"Aktion
Zamosc" Schwäbisch
Halls polnische Partnerstadt und die Wehrmacht Die
Vorbereitungen für die geplante Wehrmachtsausstellung in Schwäbisch
Hall (voraussichtlich 30.Mai bis 14.Juli 2003) laufen auf Hochtouren.
Eher unerfreuliche Debatten werden folgen ... Aber was hat die Wehrmachtsausstellung
mit Halls polnischer Partnerstadt Zamosc zu tun? Im Kreis Zamosc statuierten
von November 1942 bis August 1942 die Nazis mit Unterstützung der
Wehrmacht ein Exempel. Dort sollte die Idee der "Germanisierung des
Ostens" durch Entvölkerung der polnischen Bewohner und Bevölkerung
deutscher Bewohner zum ersten Mal in die Tat umgesetzt werden - der sogenannte
"Generalplan Ost". Im folgenden geben wir leicht gekürzt
einen Artikel von Werner Röhr (junge Welt vom 27./ 28. 11. 02) wieder.
(Teil 1) In der Nacht vom
27. auf den 28. November 1942 begann das Polizeikommando z.b.V. (zur besonderen
Verwendung) des SS- und Polizeiführers Lublin mit der "Evakuierung"
des Dorfes Skierbieszów und ihm benachbarter Siedlungen im Kreis
Zamosc. Die Polizei umstellte die Dörfer und trieb im Morgengrauen
alle Bewohner mit Gewalt aus ihren Häusern: Männer, Frauen,
Kinder, Alte und Kranke. Ihnen blieben nur wenige Minuten Zeit zur Vorbereitung,
sie durften nur Handgepäck von höchstens 30 Kilogramm und 20
Zloty pro Person mitnehmen. Kein Inventar des Hofes und Hauses durfte
entfernt oder zerstört, kein Vieh oder Kleinvieh geschlachtet werden.
Weder Hausrat noch größere Lebensmittelvorräte konnten
mitgenommen werden. Die Bewohner wurden auf dem Dorfplatz zusammengetrieben,
dort ein erstes Mal selektiert und dann in das Sammellager in der Rotunde
von Zamosc abtransportiert. Unmittelbar danach wurden "volksdeutsche"
Ansiedler in die Höfe eingewiesen. Federführend bei den Aussiedlungen
war die Sicherheitspolizei in Gestalt ihrer "Umwandererzentralstelle"
(UWZ). Den polizeilichen Masseneinsatz erledigte die Gendarmerie in Gestalt
des "Polizeibataillons z.b.V"., außerdem waren an der
"Aktion Zamosc" die SS-, die Luftwaffen- und die Heeresgarnisonen
der Kreise Zamosc und Bilgoraj beteiligt. In
Wertungsgruppen sortiert Die Bevölkerung eines Ortes wurde geschlossen und auf einmal evakuiert, um sofort ein rein deutsches Siedlungsgebiet im polnischen Territorium zu schaffen. Die ausgesiedelten Familien blieben nicht beisammen, sondern wurden im Sammellager Zamosc auseinandergerissen und mit größter Brutalität nach vier Wertungsgruppen sortiert: Die arbeitsfähigen Angehörigen der Gruppen I und II wurden zur "Wiedereindeutschung" bzw. "Feinmusterung" nach Lodz geschickt. Die arbeitsfähigen Angehörigen der Gruppe III zwischen 14 und 60 Jahren kamen "ohne arbeitsunfähigen Anhang" zur Zwangsarbeit nach Deutschland. Alle Personen unter 14 und über 60 Jahre der Gruppe III wurden ohne Rücksicht auf die Familien in sogenannte Rentendörfer im Generalgouvernement verfrachtet, aus denen die mehrheitlich jüdischen Bewohner in die Vernichtungsstätten abtransportiert worden waren. Tausende Kinder und alte Menschen starben an den Folgen der Gewalttätigkeit, sie erfroren, verhungerten oder kamen auf andere Weise ums Leben. Die in die Wertungsgruppe IV Eingestuften galten als kriminell oder asozial, meist, weil sie Widerstand leisteten, sie wurden direkt nach Auschwitz oder Majdanek deportiert. Nach der anfänglichen Überrumpelung stieß die Massenaussiedlung bald auf Widerstand. Viele Bauern flohen bei Nacht aus dem Umsiedlungsgebiet in benachbarte Kreise und nahmen möglichst ihr Vieh und einen Teil des beweglichen Inventars mit. Die polnische Bevölkerung des GG unternahm große Anstrengungen, um die Kinder aus Zamosc zu retten und in polnischen Familien unterzubringen. Die UWZ konnte ihr Soll an "erfaßten" Arbeitskräften schon in der ersten Woche nur zu 36 Prozent erreichen. Sehr bald ging die Massenflucht in bewaffneten Widerstand über. Um ihn zu brechen, wurde die zweite Phase der "Aktion Zamosc" ab Juni 1943 als "Pazifizierung" ganzer Dörfer durchgeführt. Sie wurden mit militärischer Gewalt "befriedet", indem die "bandenverdächtige" Bevölkerung als Basis der Partisanen erschossen, verbrannt, füsiliert oder ausgesiedelt wurde. Im Schatten der Partisanenbekämpfung ging die deutsche Ansiedlung weiter. Vom 27. November bis zum 31.
Dezember 1942 wurden in 21 "Einsätzen" insgesamt 60 polnische
Dörfer ausgesiedelt. Von deren "erfaßten" 9 771 Bewohnern
wurden 2 716 Personen als Gesindekräfte für die deutschen Kolonisten
ausgewählt, sie verblieben zu deren Verfügung. Über 7 000
wurden in das Sammellager deportiert und dort klassifiziert: 314 Personen
(4,4 Prozent) galten als "wiedereindeutschungsfähig", 285
von ihnen wurden von der UWZ nach Lodz geschickt. 5 147 Personen (73 Prozent)
waren für den Arbeitseinsatz in Deutschland vorgesehen. Von ihnen
wurde 1 310 sofort in vier Transporten nach Berlin deportiert und dort
in der sogenannte Fabrikaktion gegen die noch in der Berliner Rüstungsindustrie
beschäftigten Juden ausgetauscht. 2 207 ältere Menschen über
60 Jahre bzw. Kinder unter 14 Jahren schaffte die UWZ in sogenannte Rentendörfer
im Kreis Garwolin im Distrikt Warschau.
Sonderlaboratorium
der SS
Viele Massenverbrechen der
deutschen Okkupanten an den Völkern Europas hatten ein größeres
Ausmaß als die "Aktion Zamosc". Doch diesem völkermörderischen
Experiment kommt eine signifikante Stellung in der gewaltsamen Durchsetzung
der "Neuordnung Europas" zu. Die "Aktion Zamosc" von
November 1942 bis August 1943 war der erste und einzige Versuch der deutschen
Faschisten, den "Generalplan Ost" auf einem Teilstück in
die Tat umzusetzen. Der polnische Historiker Czeslaw Madajczyk nannte
daher Zamosc ein "Sonderlaboratorium der SS".
Probeaussiedlung
Zwischen dem "Hungerplan" der Wehrmachtführung, also dem von Landwirtschaftsminister Backe und Wirtschaftsgeneral Thomas ausgeheckten Plan, Dutzende Millionen Sowjetbürger verhungern zu lassen, und den Planungen des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums besteht ein direkter Zusammenhang. Er war schließlich die Grundlage der militärischen Operationsplanung der Wehrmacht. Außerdem hatten die zuständigen Wehrmachteinrichtungen Himmlers Planungshoheit für den Osten nach einer Übergangsphase ausdrücklich akzeptiert. Zwischen dem Vorgehen der Wehrmachtstäbe und den zentralen SS-Dienststellen hinsichtlich der deutschen Siedlungspolitik bestanden enge Wechselbeziehungen. Der "Generalplan Ost"
sah die Ansiedlung von vier Millionen Deutschen in zehn Jahren und von
mindestens zehn Millionen in 20 Jahren im Osten vor. Für die Besiedlung
waren das besetzte Polen, die baltischen Länder, Weißrußland,
die russischen Gebiete Shitomir, Kamenez-Podolski und Leningrad sowie
die ukrainischen Winniza, Dneprbogen und die Krim vorgesehen. Von den
dort lebenden 45 Millionen Menschen galten 31 Millionen als "rassisch
unerwünscht". 80 bis 85 Prozent aller Polen, d.h. 15 bis 20
Millionen Menschen, waren nach Sibirien "auszusiedeln" und sollten
dort verhungern, die restliche polnische Bevölkerung zur Hälfte
liquidiert und zur Hälfte "eingedeutscht" werden. Teil 2 des Artikels "Aktion Zamosc" folgt im nächsten alpha-press Quellen: Fortsetzung der Unterstützung
für Arbeitslose, Kranke, Migrant/innen und Jugendliche Höhere Steuern für
Höchstverdienende gerechtfertigt Forderung nach Erhalt des Arbeitsamtes
Schwäbisch Hall Begrüßt wird auch, dass Ausbildungsplatz-Zeitwertpapiere nicht mehr vorgeschlagen werden. Große Probleme sehen die Delegierten allerdings bei der Ausweitung von Leiharbeit und der Aushöhlung von Schutzrechten insbesondere für ältere Arbeitnehmer/innen. Sie lehnen entschieden die Ausweitung des Niedriglohnbereiches, der Armut insbesondere von Frauen fördert und nicht die Arbeitslosigkeit senkt, ab. Aus Sicht der Delegierten muss jegliche Erwerbsarbeitsozialversicherungspflichtig sein. Beibehaltung des Renteneintrittsalters
von 65 Jahren Keinerlei Unterstützung
eines Krieges im Irak
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